Melbourne, Victoria

Hallo ihr Lieben,

mittlerweile sind wir nicht mehr in Sydney, sondern haben uns auf den Weg in den Süden nach Melbourne gemacht. Mit dem Nachtbus ging es für uns 12 Stunden auf die australischen Highways.

Total übermüdet und durchgefroren von der ständig laufenden Klimaanlage sind  wir am nächsten Morgen dann in Melbourne angekommen. Der Himmel war blau und die Sonne hat geschienen und es war – KALT –.

Nachdem wir auf der Suche nach unserem Hostel kurz umhergeirrt sind, haben wir es zum Glück gefunden. Und es ist wirklich richtig gut. Die Leute sind super cool drauf und an den Abenden finden in der Hostel  Bar  immer Spiele statt.

Als erstes haben wir dann die Stadt erkundet. Praktischer weise gibt es in Melbourne nicht nur kostenlose Straßenbahnen im Stadtzentrum sondern auch eine auf alt getrimmte Straßenbahn, die einmal rings um die Stadt fährt und alle Sehenswürdigkeiten abklappert. Auch sonst ist Melbourne recht übersichtlich, da die Straßen in einem rechteckigen Straßenraster (grid) angeordnet sind und anhand der Blocks kann man sich gut orientieren. Unser erster Abend ging dann mit dem typischen Backpacker dinner – Nudeln mit Pesto – und einer Runde Bierpong zu Ende.

Am nächsten Tag war das Wetter super schön und tatsächlich warm und wir sind mit der Straßenbahn zum Southbank Beach gefahren, von wo wir dann zu Fuß bis nach St.Kilda gelaufen sind und wieder zurück. Das Wasser war doch noch recht frisch und lädt noch nicht zum Planschen ein sieht aber trotzdem wunderschön aus wie es türkis in der Sonne glitzert. Auch Melbourne hat einen großen Hafen und von weitem könnte man ihn fast mit dem Hamburger Hafen verwechseln. Und die vielen deutschen Backpacker geben einem auch nicht immer das Gefühl am anderen Ende der Welt zu sein 😉

Natürlich müssen wir auch hier in Victoria ein bisschen die Natur und Landschaft erkunden und was bietet sich da besseres an als ein Naitonalpark? Von denen gibt es hier eine ganze Menge.

Unser erster Ausflug ging also in den ca. 3 Stunden entfernten (auf australisch also direkt um die Ecke) Grampians National Park. Nach unserem Ausflug in die Blue Mountains hatten wir gedacht, die Landschaft sei nicht mehr zu toppen und ähnelt sich wahrscheinlich, doch da lagen wir falsch. Auf dem Weg sind wir durch grüne Wiesen mit kleinen Hügeln und super vielen Schafen gefahren. Nach einer kurzen Frühstückspause,  in der unser Tourguide ein kleines Picknick für uns vorbereitet hat, haben wir Halls Gap erreicht. Dort haben wir ein Aboriginal centre erkundet. Das war super interessant und wir haben sehr viele Fakten über die Kultur und das Leben der Ureinwohner Australiens bekommen und gleichzeitig die Kunstwerke wie Waffen, Kanus und Boomerangs, die damals noch als Kommunikationsmittel dienten, bewundert. Zum Lunch gab es Pizza als Stärkung. Dann ging es mit dem Bus eine sehr kurvige und steile Straße hoch in die Grampians. Unser zweiter Stop an diesem Tag waren die Makenzie Falls, welche 500 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Als wir an der Schlucht ankamen, konnten wir schon das Rauschen der Wasserfälle hören. Das ist auf der einen Seite ein sehr beruhigendes Geräusch, auf der anderen Seite klingt es aber auch sehr gefährlich. Im Gegensatz zu den dicht bewälderten Blue Mountains sind die Grampians nur teilweise bewaldet. Schroffe Felshänge bilden den anderen Teil. Entlang dieser sind wir dann die rutschigen provisorischen Stufen hinunter zum Fluss, in welchen  der Wasserfall mündet. Wir sind ein wenig am Fluss entlang gelaufen und es ist kaum zu glauben  wie still es nach ein paar Metern wird. Gerade haben wir noch den tosenden Wassermassen die in die Tiefe stürzen zugeschaut und im nächsten Moment wird daraus ein leise dahinfließender Fluss mit kristallklarem Wasser. Nachdem wir natürlich wieder fleißig Fotos gemacht haben kommt nun der schwierigste Teil vom ganzen: die ganzen Treppen wieder hochsteigen. Das ist Workout pur! Keuchend und völlig aus der Puste sind wir die letzten Meter zum Bus gekrochen und waren diesmal froh über die Klimaanlage 😉

  

Der nächste Halt war eine Aussichtsplattform von der wir einen wunderschönen Blick über die Grampians hatten. Wir sind immer wieder erstaunt wie riesengroß die Nationalparks sind. Außer Felsen, Bäumen und Bergen kann man weit und breit nichts sehen. Sondern einfach die Stille genießen. Wieder einmal völlig überwältigt von den neuen Eindrücken sind wir auf der Rückfahrt  im Bus direkt eingeschlafen.

  

Auf unserem zweiten Ausflug am nächsten Tag ging es für uns nach Phillip Island, welche südlich von Melbourne liegt und auch als Pinguin Insel bekannt ist. Typisch für Melbourne, war das Wetter an dem Tag das komplette Gegenteil vom Vortag. Es war stark bewölkt und etwas kühl und sehr windig.

 

Entlang der Straßen auf Phillip Island stehen überall kleine Häuser für die Pinguine. Die kommen abends aus dem Ozean an Land gewatschelt und übernachten in ihren Häuschen. Das Highlight auf der Insel ist Pinguin Parade. Sobald es dunkel wird, kommen tausende von kleinen Pinguinen aus dem Wasser an den  Strand und watscheln zu ihren Häuschen. Wir saßen auf einer Tribüne und die Pinguine sind mitten durch die Menschen gelaufen. Ganz schön laut war das. Und die Babys sahen so flauschig aus mit ihrem Baby Fell. Leider durften wir keine Fotos machen, da die Augen der Pinguine sehr empfindlich sind…zudem sind wir fast noch erfroren bei den kalten Temperaturen und dem starken Wind. Mit einem heißen Tee und Heizung im Bus sind wir aber schnell wieder aufgetaut. Die Zeit  in Melbourne hat uns sehr gut gefallen und auf unserem nächsten Trip nehmen wir euch mit auf die Great Ocean Road entlang der Südküste Australiens!

 

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