Surfers Paradise

G’day and a happy new year to you all!

 

Hier kommt unser erster Blogpost im neuen Jahr. Wir hoffen ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest und ein tolles Silvester!

 

Nachdem wir uns beide gut in unseren Familien eingelebt haben, hieß es wieder: Koffer packen, denn unser nächster Urlaub in Down Under stand bevor 🙂 Über Weihnachten und Silvesterstand ging es für uns an die Gold Coast nach Surfers Paradises in Queensland.

 

Am 23.12 ging es für uns abends mit dem Bus los und nach einer Fahrt von fast 15 Stunden kamen wir am nächsten Vormittag bei schönstem australischem Weihnachtswetter in Surfers an. Unser Hostel lag unmittelbar am Strand. Doch bevor wir den Strand genießen konnten hieß es erstmal einkaufen! Der Supermarkt war angenehm kühl und klimatisiert. Als wir allerdings rauskamen war die Hitze umso heftiger. Am Nachmittag konnten wir uns dann endlich im Meer abkühlen, wobei das Wasser hier weiter im Norden deutlich wärmer ist als bei uns in Newcastle. Mit dem Blick auf die Skyline mit den Hochhäusern und der untergehenden Sonne im Hintergrund ging für uns der erste Tag im australischen Miami (die Skyline von Surfers Paradise sieht ähnlich aus wie die von Miami deswegen nennen es die Bewohner häufig Miami)  zu Ende.

 

Am Christmas day gab es ein typsiches Aussie barbie (BBQ). Es war total komisch an Weihnachten in kurzen Hosen und T-shirt auf dem Balkon zu sitzen und zu grillen.

Unsere nächste sportliche challenge hieß: 3 Tage Surfkurs! Die Surflehrer sind alle total cool drauf und mega entspannt. Alle im Kurs haben ein Rash shirt bekommen. Das sind langärmelige Schwimmshirts zum Schutz vor der Sonne. Sobald wir das Shirt anhatten haben wir uns wie richtige Surfer gefühlt! Am Strand haben wir eine kurze Einweisung erhalten und den Basic Schritt gelernt. Dann ging es ins Wasser und ans ausprobieren in den Wellen. Die Bretter sind ziemlich groß und schwer, um eine bessere Balance zu haben als Anfänger. Und was am Strand noch ganz einfach war, war im Wasser eine echte Herausforderung, denn dort hatte mein keinen festen Halt vom Sand sondern musste das Bord auf dem Wasser balancieren. Nach ein paar Versuchen mit Lachkrampf inklusive weil es einfach zu lustig aussah wie wir direkt wieder vom Board gefallen sind 😉 haben wir es tatsächlich geschafft und sind unsere erste Welle gesurft!! Es war ein super Gefühl und wir konnten gar nicht mehr genug kriegen.

Am nächsten Morgen mussten wir ein bisschen gegen den Muskelkater kämpfen aber als wir im Wasser waren, hieß es: Zähne zusammenbeißen und volle Konzentration. Heute durften wir „alleine“ raus und ohne Hilfe surfen. Es ist gar nicht so leicht alles im Auge zu behalten: Wellen, Schwimmer und die anderen Surfer…und dabei auch noch alle Schritte in der richtigen Reihenfolge zu machen. Paddy ist leider direkt am Anfang von einer Qualle gestochen worden, was ziemlich gebrannt hat 🙁  Im ersten Moment hatten wir Angst, dass es eine giftige war, aber der Surflehrer hat uns beruhigt und gemeint die sind weiter im Norden. Sowas gehört zum Surfen wohl dazu. Auch das man sich die Knie am Sand aufschürft wenn man ins Wasser fällt oder am Surfbrett langschrubbt. Und unsere Knie sahen schlimm aus nach den zwei Tagen! Tag drei war dann eine echte Herausforderung. Aufgeschürfte Knie die im Salzwasser super doll brennen und hohe Wellen mit starker Strömung. Aber wir haben uns nicht unterkriegen lassen und sind von Mal zu Mal besser geworden. Am Ende waren wir ziemlich erschöpft, hatten aufgeschürfte Knie, Muskelkater und eine Menge Salzwasser geschluckt aber waren glücklich über jede Welle die wir gesurft sind und wollen unbedingt dranbleiben!

           

 

Unser Urlaub neigt sich schon so langsam dem Ende entgegen und nach dem Anstrengenden Surfkurs haben wir erstmal einen entspannten Strandtag eingelegt. Und dann hieß es auch schon: Enjoy your last day of 2016! Und wieder einmal war es komisch sich in kurzen Klamotten für die Silvester Party fertig zu machen 😉 Nachdem wir uns am Abend mit den Leuten im Hostel in Stimmung gebracht haben sind wir zum Strand zum großen Feuerwerk gefahren. Es war mega voll und die Stimmung war super. Am Strand gab es eine Bühne mit DJ und alle haben gefeiert. Während wir also schon ins neue Jahr gefeiert haben, war es bei euch noch früh am Nachmittag. Nach dem Feuerwerk ging es dann in eine Bar am Strand zum Tanzen. Die Clubs und Bars in Australien schließen aber leider alle schon zwischen 2 und 3 uhr morgens und wir waren ein wenig enttäuscht als die Musik ausgemacht wurde…zum Glück konnten wir noch auf einer Privatparty weiterfeiern 🙂 Obwohl es komisch war nicht mit Familie und Freunden in gewohnter Umgebung Weihnachten und Silvester zu feiern, hatten wir eine schöne Zeit mit tollen neuen Erfahrungen und Leuten die wir nicht missen möchten.

      

 

Am Neujahrstag hieß es dann nochmal entspannt am Strand liegen und dann Koffer packen. Mit dem Shuttlebus sind wir nachmittags zum Busbahnhof gebracht worden wo wir unsere Koffer unterstellenkonnten, denn der Bus fuhr erst am Abend. Also sind wir noch ein bisschen durch die Stadt gebummelt und waren essen. Als wir zurück zur Busstation gekommen sind, mussten wir feststellen, dass alle Büros dort schon geschlossen hatten – MIT unseren KOFFERN!!!!! – wir konnten es nicht fassen. Bei den Telefonnummern die wir angerufen haben, ging nur der Anrufbeantworter ran und auch in den Restaurants wurden unsere Koffer nicht abgegeben. Unsere letzte Hoffnung war der Busfahrer. Doch zu unserem Pech hatte er keinen Schlüssel 🙁 Also hieß es für uns: eine unfreiwillige zusätzliche Nacht in Surfers…nachdem  wir den Rücklichtern unseres Busses nachgewunken haben hieß es jetzt erstmal auf die schnelle ein Hostel für die Nacht finden. Natürlich musste es in diesem Moment anfangen zu Regnen. Wir haben uns wie in einem schlechten Film gefühlt. Als wir durchnässt am erstbesten Hostel ankamen (zu dem Zeitpunkt dachten wir noch es wird kein Problem sein für eine Nacht eine Unterkunft zu finden) mussten wir uns leider anhören das dieses komplett ausgebucht war. Kein Problem, dann rufen wir eben im nächsten an und reservieren zwei Betten. Pustekuchen alle Hostels in Surfers waren ausgebucht. So viel Pech kann man doch gar nicht haben. Unsere letzte Option war der Busbahnhof der wenigstens Toiletten und einen Wartebereich mit Büchern und Stühlen hatte. Ihr könnt euch vorstellen wie unsere Nacht verlaufen ist…als dann noch ein Security Mann zu uns kam und gefragt hat was wir hier machen war die Situation perfekt. Unsere Laune, schon auf dem Nullpunkt, hatten wir die Befürchtung, das wir draußen im Regen auf der Bank schlafen mussten. Aber zum Glück sind die Australier sehr freundlich und entgegenkommend und er hat uns erlaubt dort zu übernachten (bis 5 Uhr und dann kam die Reinigunskolonne und wir mussten leider raus). Wir waren wie gerädert und total übermüdet, aber als die Büros geöffnet haben hatten wir unsere Koffer zurück! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie glücklich wir waren! Aber nicht das ihr denkt das war´s jetzt. Bei unsrem Glück waren die meisten Busse schon ausgebucht und nur mit Mühe und Not haben wir noch zwei freie Plätze nach Hause bekommen. Und so hieß es für uns nach 24h warten: Tschüss Surfers Paradise, zurück nach Newcastle!

Im Nachhinein war das alles ziemlich abenteuerlich und wir haben eine Menge daraus gelernt. Trotzdem hätten wir darauf verzichten können.

 

Cheers

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